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Montag, 18.September 2017
Freitag, 28.Juli 2017

Stabile Preise im Zuckerrübenanbau mehr

Schweiz

Die Karte zeigt das Hauptanbaugebiet für Zuckerrüben und die Standorte der Schweizerischen Fachstelle für Zuckerrübenbau (SFZ).

Der Schwerpunkt des schweizerischen Rübenanbaus befindet sich im Mittelland, zwischen Genfer- und Bodensee, sowie kleiner Flächen im Jura, Wallis, Baselland und St.Galler Rheintal. Die Zuckerquote in der Schweiz beträgt im Jahr 2015 250'000 Tonnen.

Die Entwicklungen ausserhalb der Schweiz haben wesentlichen Einfluss auf die Zuckerproduktion in der Schweiz. So ist die Schweiz über bilaterale Abkommen direkt mit dem EU-Zuckerpreis verknüpft. Dieses beinhaltet, dass die beiden Partner gegenseitig weder Exportbeihilfen noch Importrestriktionen erheben können (so genannte Doppellnulllösung für Zucker). Damit die Schweizer Zuckerindustrie konkurrenzfähig bleibt, muss sich der inländische Zuckerpreis also auf etwa demjenigen Niveau der EU bewegen. Als Ausgleich für die dadurch entstehende Preisabsenkung werden Flächenbeiträge je Hektar angebaute Zuckerrüben ausbezahlt. Entscheidend für die inländische Zuckerproduktion ist die Auslastung der beiden Werke der Zuckerfabriken Aarberg und Frauenfeld AG.

Gegenüber Ländern ausserhalb der EU wird nach wie vor ein Zoll erhoben, welcher regelmässig an die aktuellen Weltmarktpreise angepasst wird. Die am wenigsten entwickelten Länder (LDC) können bereits heute ihren Zucker zollfrei in die Schweiz exportieren.

Aufgrund der politischen Ausgangslage, dem Absatz und der markttechnischen Möglichkeiten werden jährlich die Rübenpreise und Produktionsmengen zwischen Zuckerindustrie und Zuckerrübenproduzenten ausgehandelt. Die Übernahmebedingungen werden jährlich durch die Interprofession Zucker verhandelt.

 
TYPO3 Agentur