WTO

Die Welthandelsorganisation (World Trade Organisation, WTO) bildet das Fundament des multilateralen Handelssystems. Sie regelt die grenzüberschreitenden Handelsbeziehungen von Staaten.

Die WTO, gegründet 1995 als Nachfolgeinstitut des GATT, hat ihren Sitz in Genf. Mitglieder sind heute 153 Länder. Nicht dazu gehören unter anderem Russland und weitere ehemalige Sowjet-Staaten. Die WTO ist bildlich gesprochen der Tisch, an dem die WTO-Mitglieder sitzen, um miteinander Lösungen anstehender Handelsprobleme zu finden. In der WTO überprüfen die Mitglieder gegenseitig ihre Handelspolitiken. Entscheide werden im Konsens gefällt.

Ziele der WTO sind:

  • Abbau von Handelshemmnissen wie Zölle, Subventionen oder Zutrittsbeschränkungen für Dienstleistungsunternehmen
  • Liberalisierung des internationalen Warenaustausches zwecks Stärkung der exportorientierten Länder (als welches namentlich auch die Schweiz aufgeführt wird)

Die WTO verwaltet und überwacht insgesamt rund dreissig Abkommen. In der Doha-Runde (vergl. folgender Abschnitt) werden folgende Bereiche verhandelt:

  • Landwirtschaft
  • Industriegüter
  • Dienstleistungen
  • Stärkung der WTO-Regeln
  • Streitbeilegung
  • Ausdehnung des Schutzes geographischer Herkunftsangaben
  • Handel/ Umwelt

Doha-Runde

Die WTO handelt ihre Regelungen in sogenannten "Handelsrunden" aus. Diese sollten alle zwei Jahre stattfinden und zu transparenten Beschlüssen führen. Die aktuelle Doha-Runde konnte aber seit der Aufnahme im Jahr 2001 nicht abgeschlossen werden. Zu unterschiedlich sind die Interessen, insbesondere von Entwicklungsländern und grossen Agrarexporteuren.

Die WTO unternimmt regelmässig neue Versuche, die Doha-Runde abzuschliessen. Seitens der Landwirtschaft werden freiere Marktzutritte, Abbau von Inlandstützungen und die Reduktion von Exportsubventionen verlangt. Im Falle eines erfolgreichen Abschlusses dürfte der Schweizer Zuckerrübenanbau weiter unter Druck kommen, kritisiert werden z. B. Zölle und Anbaubeiträge.

 
TYPO3 Agentur